Stell dir vor, du sitzt im Büro. Dein Chef steht plötzlich in der Tür, das Gesicht ernst, der Ton kühl. Plötzlich merkst du: dein Herz rast, der Atem stockt, dein Denken wird eng. Willkommen im Überlebensmodus.
Dieser Beitrag zeigt, was sich im Notfall in deinem Gehirn abspielt und wie dir dein Nervensystem hilft, um wieder aus dem Notfall auszusteigen.
Unser Lebensretter: das Reptiliengehirn
Unser Reptiliengehirn – der älteste Teil unseres Gehirns – kennt keine Hierarchien, keine E-Mails, keine Termine.
Hier gibt es nur eins: Überleben. Und wenn Gefahr droht (auch wenn es nur der Chef ist), schaltet es sofort um auf:
- Fight – Angriff: Du wirst wütend oder konfrontativ.
- Flight – Flucht: Du willst weg, innerlich oder physisch.
- Freeze – Erstarren: Du bist wie gelähmt, nichts geht mehr.
- Fawn – Unterwerfen: Du versuchst, alles „richtig“ zu machen.
Diese Reaktionen sind nicht „falsch“. Sie sind evolutionär sinnvoll. Sie helfen uns, zu überleben.
Allerdings helfen sie uns nicht, wenn wir wirklich gute Entscheidungen treffen, kreativ denken oder klar kommunizieren wollen.
Was tun?
Der Schlüssel liegt im Nervensystem: Wenn wir den Körper beruhigen, kann das Gehirn folgen.
Mini-Notfall-Hilfe:
- Nimm drei bewusste, tiefe Atemzüge.
- Steh auf, spür deine Füße auf dem Boden.
- Sag innerlich: „Ich bin in Sicherheit. Ich bin hier. Ich atme.“
Damit aktivierst du den präfrontalen Kortex – den Teil deines Gehirns, der Lösungen findet, empathisch ist und planen kann. Genau das, was du brauchst.
Wenn du etwas mehr Anleitung magst, findest du hier drei kostenfreie Blitz-Entspannungs-Audios zum Download:
Und wenn du tiefer gehen willst …
Manche Reaktionen sitzen tief. Sie stammen nicht vom Chef – sondern von alten Erfahrungen, Mustern und Stressprägungen.
Wenn du merkst, dass dein Nervensystem oft „Alarm schlägt“, begleite ich dich gerne in einer 1:1-Coachingsession auf deinem Weg raus aus dem Stress – und rein in deine innere Stärke.
Hilfreiche Affirmation: „Ich bin sicher in mir selbst.




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